Alarmiert

Feldmäuse warten auf die Aussaat

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen berichtet der Pflanzenschutzdienst von erhöhter Feldmaus-Aktivität. Das betrifft sowohl die Stoppel- und Feldfutterflächen, als auch die Rückzugsgebiete der Feldmaus außerhalb des Kulturlandes.

Die Empfehlung lautet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die „grüne Brücke" zu unterbrechen, damit die nachfolgende Winterraps- und Wintergetreidesaat nicht sofort von den Mäusen gefressen wird.

Außerdem rät der Pflanzenschutzdienst, fortlaufend die Rückzugsgebiete der Feldmäuse wie Ackerrandstreifen, Straßengräben, Böschungen oder Inseln um Windenergieanlagen zu kontrollieren. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für dieses Nichtkulturland außerdem eine Zulassung für Notfallsituationen zur Feldmausbekämpfung erteilt.

Bei hoher Feldmausaktivität ist den drei Bundesländern vom 1. September bis 29. Dezember 2014 die Ausbringung der Zinkphosphid-Präparate Ratron-Giftweizen und Ratron-Giftlinsen mit Legeflinten möglich. Es gelten allerdings strikte Vorschriften. Landwirte müssen geplante Einsätze bei der zuständigen Behörde anzeigen. Kontrollen sind vorgesehen. (db)
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