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Das Mittel "Ratron Feldmausköder" darf in diesem Herbst im Streuverfahren zur Bekämpfung von Feld- und Erdmäusen eingesetzt werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt. Landwirten wird damit für rund drei Monate gestattet, das chlorphacinonhaltige Mittel oberflächlich auszubringen in Getreide, Raps, Klee, Kleegras, Luzerne, bei Gräsern zur Saatguterzeugung sowie in Wiesen und Weiden. Die Genehmigung ist an enge Anwendungsbestimmungen geknüpft: So muss der zuständige Pflanzenschutzdienst die Notwendigkeit der Maßnahme bestätigen und die Anwendung anordnen.

Üblicherweise sind zur Bekämpfung von Nagetieren Mittel mit den Wirkstoffen Zinkphosphid und Chlorphacinon als Köder zugelassen. Solche Verfahren sind bei derart großen Befallsflächen, wie sie jetzt vorliegen, aus logistischen und arbeitstechnischen Gründen nicht mehr durchführbar. Das BVL hat deshalb eine 120 Tage gültige Ausnahmegenehmigung erteilt, die gestattet, das Mittel "Ratron Feldmausköder" statt in Köderstationen im Streuverfahren auszubringen. (ED)

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