Feldsaatenvermehrung ist rückläufig


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Die Erntemengen für Futterpflanzensaatgut haben sich im vergangenen Jahr weiter verringert, nachdem bereits 2007 das Aufkommen um rund 30 Prozent rückläufig war. Allein die Erntemengen für Gräsersaatgut gingen bei weiter rückläufiger Vermehrungsfläche um nochmals 10 Prozent auf weniger als 19.000 t zurück. "Dies ist die geringste Ernte seit der deutschen Wiedervereinigung", sagte Dr. Christian Augsburger, Geschäftsführer des Landesverbandes der Feldsaatenerzeuger in Bayern anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am heutigen Montag in Maria Bildhausen, Unterfranken. Bei Gräsern wurden die Vermehrungsflächen um 12 Prozent eingeschränkt. Noch deutlicher war die Reduzierung mit 27 Prozent bei Kleearten. Es wurden nur noch auf knapp 2.000 ha Kleesamen vermehrt, davon standen rund 800 ha in Bayern, erklärte Augsburger. Nach seiner Ansicht hat die Vermehrung von Körnerleguminosen mittlerweile ihr unterstes Niveau erreicht. Die Vermehrungsfläche konnte knapp gehalten werden. "Noch im Vorjahr betrug auch hier der Rückgang 30 Prozent", so Augsburger. Die Erntemenge habe sich jedoch noch um 6 Prozent verringert. Insgesamt war Züchterangaben zu Folge Saatgut von Körnerleguminosen im vergangenen Jahr bundesweit durchaus lebhaft gefragt. (HH)
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