Jahresbilanz

Fendt peilt neue Absatzmärkte an

Im vergangenen Jahr 2015 konnte Fendt, die Premiummarke im Agco-Konzern, insgesamt 13.678 Traktoren vermarkten. Ein Jahr zuvor waren es 14.781 Einheiten. „Obwohl sich im laufenden Jahr 2016 der Wettbewerb um Stückzahlen und Marktanteile durch die anhaltend niedrigen Agrarpreise weltweit weiter verschärft, fährt Fendt weiterhin planmäßig in etwa auf dem Niveau des Vorjahres", sagte Peter-Josej Paffen, Vorsitzender der Agco/Fendt-Geschäftsführung, heute vor der Presse in Marktoberdorf. Ziel für 2016 sei ein Absatz von 13.500 Fendt-Schleppern, ein leicht steigender Absatz von Mähdreschern und Ballenpressen sowie ein stabiler Absatz der Feldhäcksler Katana.

Gute Position in Deutschland

Im Jahr 2015 ging der Traktorenmarkt in Deutschland nach einer mehrjährigen stabilen Phase um rund 7 Prozent zurück. „Mit 5.493 Zulassungen erreichten wir wie im Jahr zuvor einen Marktanteil von 17 Prozent", so Paffen. Im 1. Halbjahr 2016 steht das Unternehmen seinen Angaben zufolge mit einem Marktanteil von 19,7 Prozent an erster Stelle. Ziel sei es, die gute Marktposition in Deutschland bis zum Jahresende zu halten oder leicht auszubauen.

Mehr als 90 Prozent der Traktoren und Erntemaschinen werden mittlerweile in die Region West- und Zentraleuropa abgesetzt. „Oberstes Ziel ist, mittelfristig den Fendt- Marktanteil in Europa von aktuell 8,3 Prozent kontinuierlich auf zehn Prozent zu steigern", stellte Paffen in Aussicht. Gute Märkte für Fendt seien neben Deutschland auch Frankreich, Niederlande, die Schweiz und Österreich. Wachstumspotenzial sieht der Manager vor allem in Großbritannien, Spanien, Italien, Skandinavien und in allen zentraleuropäischen Ländern.

Außerhalb Europas gebe es in Nordamerika und in den Regionen Australien/Neuseeland sowie Japan/Südkorea inzwischen stabile und weiter ausbaufähige Vermarktungsstrukturen. Ersten Traktoren aus Marktoberdorf sind in Südafrika und ausgewählten Ländern Nordafrikas im Einsatz.

„Daneben haben wir 2016 auch ganz neue Märkte für Fendt ins Visier genommen, zum Beispiel Brasilien", erläuterte Paffen. Auch im Iran sehe das Unternehmen zukünftig Marktpotenzial. Der dritte neue Markt für Fendt ist China.

Etat für Entwicklung konstant

Im Sektor Forschung und Entwicklung wolle Fendt unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen „auf dem Gaspedal" bleiben. Auch wichtige Zukunftsprojekte würden planmäßig laufen. Das Entwicklungsbudget für das laufende Jahr bezifferte Paffen auf rund 60 Mio. €. Es liegt damit genau auf dem Vorjahresniveau. (Sz)
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