Fendt produziert auf Hochtouren

Beim Landtechnikhersteller Fendt florieren die Geschäfte im laufenden Geschäftsjahr. Im Vorjahr dagegen spürte das Unternehmen aus Marktoberdorf das schwierige Marktumfeld. Bis weit in die 2. Jahreshälfte 2010 waren die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren. „Wichtige Märkte, besonders Frankreich, standen unter Druck“, sagte Peter-Josef Paffen heute bei der Jahrespressekonferenz in Marktoberdorf. Diesem rückläufigen Trend habe sich Fendt nicht entziehen können, so Paffen. Seinen Angaben zufolge ging der Absatz an Fendt-Schleppern 2010 auf etwa 12.600 Maschinen zurück. Das waren 7,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: der Gesamtmarkt musste 2010 ein Minus bei den Traktorenzulassungen von 8,3 Prozent verkraften. Für das laufende Jahr ist der Fendt-Manager optimistisch. „Wir rechnen 2011 mit einem Anstieg der Absatzzahlen bei Traktoren von 15 bis 20 Prozent auf etwa 15.000 Einheiten“, sagte Paffen. Das sei in etwa das hohe Niveau vom Jahr 2008. „Bei uns laufen die Geschäfte flott; Auftragseingang und Auftragsbestand liegen auf Rekordniveau“, bestätigte Paffen. „Das Einzige, was uns von den hoch gesteckten Zielen abhalten könnte, sind mögliche Engpässe bei den Zulieferern“, stellte er heraus.

Momentan schreitet der Ausbau der deutschen Fendt-Standorte in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim planmäßig voran. In Asbach-Bäumenheim sollen künftig Kabinen und Komponenten gefertigt werden. „Mit dem Bau der Kabinen-Endmontage wird dort im August begonnen“, erläuterte Paffen. Im September 2012 wird das neue Werk in Marktoberdorf mit einer Produktionskapazität von 20.000 Traktoren sowie 28.000 Getrieben in Betrieb genommen. (Sz)
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