Der Ferkelmarkt leidet noch immer unter dem dramatischen Preisverfall bei Schlachtschweinen. Die Vermarktung gestaltet sich schwierig, klagen die Ferkelerzeuer. Die Einstallbereitschaft der Mäster ist verhalten. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die niedrigen Schlachtereiauszahlungspreise und die relativ hohen Futtermittelkosten.

Wegen der geringen Nachfrage werden die Mastplätze häufig nicht geräumt, so dass die Ferkelnachfrage stockt. Ferkel werden mittlerweile teilweise zu "Schleuderpreisen" angeboten, die deutlich unter den Produktionskosten liegen, versichert ein Erzeuger aus Baden-Württemberg. Die Erlöse für ein 25-Kilo-Ferkel liegen in der Region zwischen 28 und 38 €. In Bayern liegt der Basispreis für ein 28-Kilo "Ringferkel" aus einer 50-er Gruppe ab Hof im Schnitt bei gut 43 €. Beim Bayerischen Bauernverband meint man, dass damit nun eine untere Widerstandslinie erreicht sei. Derzeit richtet sich alle Hoffnung auf eine Normalisierung des Exportgeschäftes für Schweinefleisch. Erst dann werde sich die Ferkelnachfrage wieder beleben, betonen Marktbeobachter. (HH) 
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