Trotz mäßiger Erträge könnte 2016 aus wirtschaftlicher Sicht ein gutes Kartoffeljahr werden.
-- , Foto: Uschi Dreiucker/pixelio
Trotz mäßiger Erträge könnte 2016 aus wirtschaftlicher Sicht ein gutes Kartoffeljahr werden.

Obwohl in den fünf wichtigsten Kartoffelanbauländern die Kartoffelfläche um rund 4 Prozent ausgedehnt wurde, rechnet Ferdi Buffen, Geschäftsführer der Wilhelm Weuthen Kartoffelhandel, nicht mit einer nennenswert größeren Ernte oder niedrigeren Preisen als im vorigen Jahr. Damit werde die Kartoffel ein Lichtblick für die Landwirte bleiben. In seiner Bilanz schlägt vor allem die rasant wachsende Nachfrage der Verarbeitungsindustrie nach Rohstoff zu Buche.

Die deutsche Ernte schätzt Buffen auf 10,5 bis 11 Mio. t. Die Proberodungen hätten in fast allen Regionen unterdurchschnittliche Erträge ans Licht befördert. Bayern und Ostdeutschland tragen mit guten Erträgen zur geringfügigen Mengensteigerung bei. In der Haupternte werden seiner Einschätzung nach die Preise für Speisekartoffeln bei 15 bis 20 €/100 kg liegen. Standardware für die Verarbeitung wird zu ab-Feld-Preisen von 12 bis 14 €/100 kg gehandelt werden. Gefragte Sorten könnten aber auch zwischen 14 und 15,50 €/100 kg bringen.

Das feste Preisniveau wird bei weiter wachsenden Verarbeitungskapazitäten auch auf die Vertragspreise zur Ernte 2017 durchschlagen, ist sich Buffen sicher. Er appellierte an die Verarbeiter die Vorzüglichkeit von Sorten und Lieferzeiten besser zu honorieren und Ertragsdefizite zu kompensieren. Nur so lasse sich auch im kommenden Jahr die Rohstoffversorgung sicherstellen. (brs)
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