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Das Vorvertragswesen für Braugerste ist nicht mehr praktikabel. Festpreise können nur noch kurzfristig offeriert werden. Diese Auffassung vertrat Dr. Carl Otto Schill, Geschäftsführer von Globalmalt GmbH, Osthofen, gestern auf dem internationalen Braugerstenseminar des VLB (Forschungsinstitut für Rohstoffe) in Berlin. Die Rahmenbedingungen für den Braugerstenhandel und damit die Spielregeln am Markt haben sich geändert. Die hohen Preisschwankungen bei Braugerste veranlassen die Brauereien, ihren Einkauf langfristig mit einem festen Budget zu planen. So sind auch die Mälzereien gezwungen, weniger Risiken bei der Rohstoffbeschaffung einzugehen. „Braugerste muss dann gekauft werden, wenn Malz verkauft wird. Der Preis für Malz gilt in der Regel nur bis zu 24 Stunden“, so Schill. Dieses Einkaufverhalten müssten die Mälzer an Handel und Landwirtschaft weitergeben. (dg)
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