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Angesichts des Engpasses auf dem Weltmarkt wollen die deutschen Teigwarenhersteller den Durumanbau in Deutschland fördern, gibt Alexander Jess, Geschäftsführer des Verbands der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen, Berlin, bekannt. „Die deutschen Nudelhersteller und Mühlen sind bereit, mit den Landwirten über Festpreise zu verhandeln“, so Jess. Über die Höhe der gebotenen Preise machte Jess keine Aussage und verwies auf die einzelnen Mühlen und Erfasser. Laut Jess hätten die ungünstige Witterung in Kanada und Südeuropa sowie der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen 2007 dazu geführt, dass Hartweizen weltweit knapp ist.

In Deutschland haben Trockenheit während des Wachstums und feuchte Witterung während der Ernte in diesem Jahr dazu beigetragen, dass die erwartete Menge an Hartweizen nicht zusammengekommen ist. „Eine deutliche Differenz von 50 Euro pro Tonne zum Braugerstenpreis muss sein“, erklärte Kurt Fromme, Wilhelm Fromme Landhandel, Salzgitter-Ringelheim. Dieses Signal hält er als Erfasser von Durum für notwendig, um die Landwirte zum Anbau zu motivieren. Schließlich ist Hartweizen in den Teigwarenmischungen nicht ersetzbar. Die Versorgung mit Saatgut sei äußerst knapp. (brs)

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