Das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg ruft zu Vorsichtsmaßnahmen gegen Feldbrände auf. In Sachsen-Anhalt sind bereits Getreidefelder in Flammen aufgegangen. Das Agrarministerium rät zu einem strikten Brandschutz. Bei der Getreideernte an Waldrändern müsse ein fünf Meter breiter Pflugstreifen angelegt werden. „Feldwege mit vertrocknetem Gras sind keine wirksame Feuerbarriere," warnt Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens. Landwirten, die keine Pflugstreifen bei der Getreideernte anlegen, drohten Bußgelder bis zu 50.000 €, heißt es weiter.

Auch der Landesbauernverband Sachsen-Anhalt ruft zur Vorsicht auf. Im Vorfeld der Ernte sollten Feldraine gemäht und trockenes Gras kurz gehalten werden. Nach Beginn der Erntearbeiten empfehle sich ein sofortiges Grubbern oder Pflügen der Feldränder. Außerdem sollte ein gefüllter Wasserhänger bereit stehen, um im Notfall mit dem Löschen beginnen zu können, rät der Landesbauernverband.

In Sachsen-Anhalt sind in den verganenen Tagen mehrere Brände während der Getreideernte von Feldern auf Waldbestände übergegriffen. So sind rund 30 Hektar Mischwald bei einem Brand im Altmarkkreis Salzwedel verkohlt. (sta)
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