Die Landesregierung in Düsseldorf will Anwohner vor Gerüchen schützen. Filter für große Tiermastanlagen sind Pflicht.

Nordrhein-Westfalen schreibt ab sofort Abluftreinigungsanlagen bei großen Schweinehaltungsanlagen mit mehr als 2.000 Plätzen vor. Um die Nachbarschaft vor Gerüchen, Stäuben, Ammoniak sowie Pilzen, Bakterien und Viren in der Luft zu schützen, wird der Einbau von Abluftreinigungsanlagen gefordert.

„Damit stellen wir sicher, dass große Schweinehaltungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und die Anwohnerinnen und Anwohner so gut wie möglich geschützt werden“, sagte Umweltminister Remmel.

Bei Neuanlagen muss der Einbau von Abluftreinigungsanlagen vorgesehen werden. Für bestehende Anlagen gilt eine Umsetzungsfrist von drei Jahren.

Bei kleinen Anlagen mit weniger als 2.000 Mastschweinen und Anlagen zur Geflügelhaltung werden Abluftreinigungsanlagen dann gefordert, wenn durch den Betrieb schädliche Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden.

Weiterhin enthält der Erlass Regelungen zur Abdeckung von Güllelägern sowie zum Umgang mit der Bioaerosolproblematik bei großen Tierhaltungsanlagen. (hed)
stats