Finanzkrise und Ölpreise lassen Rapskurse einbrechen

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Die Krise an den internationalen Finanzmärkten hat zu einem kräftigen Einbruch bei den Rapspreisen geführt. Nachdem die Rapskurse an der Matif schon am vergangenen Freitag um 11 €/t für den Mai und 13 €/t für August zurückgingen, setzte sich der Kursverfall heute Nachmittag dramatisch fort. In der Spitze fielen die Rapsnotierungen um über 26 €/t zurück und der Mai notierte zwischenzeitlich nur knapp über 455 €/t und der der August ging bis auf 417,50 €/t zurück. Damit setzt sich die sehr volatile Entwicklung an den Rapsmärkten fort und die Preise bleiben auf dem hohen Niveau anfällig für größere Schwankungen.

Auslöser für den dramatischen Preisrückgang ist eine sich kurzfristig abzeichnende Schwäche für alle Agrarfutures aufgrund der Krise an den Finanzmärkten. Bereits am Freitag hatten alle wichtigen Agrarfutures an der Chicagoer Börse erhebliche Preiseinbrüche, bis zu maximalen täglichen Kursverlusten hinnehmen müssen. Für die heutige Sitzung wird beim Sojakomplex noch einmal mit erheblichen Kursverlusten gerechnet. Ausgelöst wurde die neuerliche Krise an den Finanzmärkten durch die in Schwierigkeiten geratene große US-Investmentbank Bear Stearns und einen erheblichen Druck an den Aktienmärkten. Hinzu kommt ein kurzfristiger Einbruch der Rohölmärkte, denn an der Nymex in New York fielen die Rohölnotierungen von dem Rekordhoch von fast 112 US-$/Barrel zwischenzeitlich um rund 5 US-$/Barrel für April zurück. (St)

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