Die Aufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor wacht strikt darüber, dass keine unerwünschten Pflanzenkrankheiten in die russische Föderation eingeschleppt werden. Die phytosanitären Kontrollen innerhalb Europas finden für die Lieferung nach Russland noch immer keine Anerkennung. Darum nehmen auch in dieser Saison russische Inspektoren Proben von Pflanzkartoffelpartien, die zur Lieferung nach Russland in Frage kommen. Erst nachdem das Labor in Moskau Grünes Licht gegeben hat, werden die Partien verladen. Die Prozedur erfordert also erhebliche Zeit.

In dieser Saison haben sich offenbar Finnen als erste Lieferanten in Erinnerung gebracht und ihre Regierung hat die Inspektoren frühzeitig eingeladen. Darum steht die Importgenehmigung bereits für 3.785 t Pflanzkartoffeln aus Finnland fest, bevor die Inspektionsreise nach Deutschland überhaupt gestartet ist. Die Liefergenehmigung wird ergänzt durch die Anmerkung, dass an den Partien Schorfbefall festgestellt wurde, der aber keine Quarantänekrankheit darstellt.

Auf Einladung des Bundeslandwirtschaftsministeriums waren nun Inspektoren der russischen Lebensmittelsicherheitsbehörde auch in deutschen Pflanzkartoffelbetrieben unterwegs. Die Auswertung der Laborergebnisse steht noch aus. (brs)
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