Fischler kritisiert steigende US-Agrarsubventionen

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Während die EU ihre Subventionen für die Landwirtschaft mit der Agenda 2000 eingefroren habe, würden in den USA seit 1996 immer mehr Haushaltsgelder für den Agrarsektor bereit gestellt. Dies stünde im Widerspruch zu der von den USA geforderten Liberalisierung des Agrarhandels in der kommenden WTO-Runde, kritisierte EU-Agrarkommissar Franz Fischler am Mittwoch in Brüssel in einer Pressemitteilung. Er bezog sich auf die Entscheidung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) vom Dienstag, den Landwirten Direktzahlungen über 7,1 Mrd. US-$ zukommen zu lassen. Zudem sollen in den kommenden fünf Jahren Zuschüsse für Ernteversicherungen über 8,2 Mrd. US-$ aus der öffentlichen Hand gezahlt werden. Seit 1996 hätten die USA ihre Direktzahlungen an Landwirte versiebenfacht. Das hielte aber die Amerikaner nicht davon ab, ständig die EU wegen ihrer Subventionspolitik anzuklagen. Die EU werde nun genau aufpassen, ob die USA ihre Zugeständnisse in der Uruguay-Runde des Gatt noch einhielten oder ob sie diese umgingen, indem sie einfach die finanziellen Zuwendungen falsch einordneten. (Mö)
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