Der österreichische Futtermittelhersteller Fixkraft spezialisiert sich weiter auf Produkte ohne Gentechnik. Die Kontrollen verursachen deutliche Mehrkosten. Als erstes österreichisches Futtermittelwerk führt die Fixkraft-Futtermittel GmbH aus Enns für einen Großteil seiner Produkte das Kontrollzeichen "Ohne Gentechnik hergestellt ". Fixkraft war nach eigenen Angaben bereits in den vergangenen Jahren führender Anbieter von Futtermitteln in kontrolliert gentechnikfreier Qualität, für Milch- und Legehennenbetriebe. Nun habe die Nachfrage aus Mastbetrieben nach solchen Qualitäten zugenommen. Daher erklärt Fixkraft-Geschäftsführer Rupert Bauinger: "Wir setzen auf nicht gentechnisch verändertes Soja für unsere Futtermittel - auch dort, wo es nicht unbedingt verlangt wird."

Von den rund 600.000 t jährlich nach Österreich importierten Soja sei ein großer Teil mit gentechnisch verändertem Soja verunreinigt, so der agrarische Informationsdienst AIZ. Gentechnikfrei produzierende Betriebe nehmen einen erheblichen Mehraufwand bei Rohstoffbeschaffung und Qualitätssicherung auf sich. 2008 habe der Ennser Futtermittellieferant rund 6 Mio. € in eine eigene Produktionslinie "Gentechnik-frei " investiert. Bereits im ersten Quartal 2012 wären 73 Prozent der Fixkraft-Futtermittel kontrolliert gentechnikfrei. Das Unternehmen produziert mit 90 Mitarbeitern täglich rund 600 t Qualitätsfuttermittel. (az)
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