Im Nordwesten Europas schränken die Kartoffelerzeuger den Anbau um rund 2,5 Prozent ein auf etwa 530.000 ha. Das kalkuliert der Verband der Nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) auf Basis der einzelnen nationalen Prognosen. Für die britische Fläche liegen noch keine Angaben vor. Darum wurde hier der Vorjahresumfang veranschlagt.

Entscheidender ist allerdings das Ertragsniveau: Sollte der Ertrag dem Fünfjahresdurchschnitt von 47,2 t/ha entsprechen, könnte die diesjährige Kartoffelernte um fast 12 Prozent kleiner ausfallen als 2014. Tatsächlich kommen die Kartoffeln in diesem kühlen Frühjahr zögerlicher als üblich in den Boden und laufen auch nur träge auf.

Andererseits berichtet die Vereinigung von einer Veränderung in der Sortenwahl. Tendenziell ist eine Abkehr von den traditionellen Sorten zu beobachten, die für die Frischvermarktung geeignet sind. Umso mehr werden Sorten für die Verarbeitung angebaut, die tendenziell höhere Erträge bringen. (brs)
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