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Vor den negativen Auswirkungen einer flächenbezogenen Einheitsprämie für die nordrhein-westfälischen Futterbaubetriebe warnt Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). In einem Appell an Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn sprach Decker von "verheerenden Auswirkungen" die die Landwirte bedrohe und machte deutlich, dass es für viele Betriebe keine wirtschaftliche Alternative zur Milchviehaltung gebe. Diese trage maßgeblich zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Grünlandes bei. Angesichts bevorstehender Interventionspreissenkungen und der seiner Meinung nach unzureichenden Ausgleichzahlungen, müsse jede weitere Schwächung der Betriebe unterbleiben. Verschiedene Untersuchungen hätten gezeigt, dass mit der Einführung einer einheitlichen Flächenprämie Prämienverluste für Milchviehbetriebe von bis zu 50 Prozent entstehen können. Fachleuten zufolge müsse mit einem Strukturwandel von bis zu 10 Prozent jährlich gerechnet werden, führte Decker weiter aus. Vor diesem Hintergrund bittet er Ministerin Höhn, ihre Position nochmals zu überdenken. Zumindest für die milcherzeugenden Betriebe sollte der für das Jahr 2010 vorgesehene Abschmelzungsprozess der Prämienzahlungen unterbleiben. (ED)
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