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Die "Ausgleichszulage" und "Flächenzahlungen" können nach den Verordnungen zur Agenda 2000 nur gewährt werden, wenn "ortsübliche Normen" insbesondere bei Ölsaaten, Eiweißpflanzen, Leinsamen und Hartweizen eingehalten werden. Darauf weist das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium hin. In Rheinland-Pfalz gilt als Kriterium für die Einhaltung der ortsüblichen Normen die Fruchtfolge. EU-konform sind beispielsweise folgende Fruchtfolgen:

- zweijährige Anbaupause für Raps und Sonnenblumen. Wer also beispielsweise im Anbaujahr 2000 Raps angebaut hat, darf erst wieder im Anbaujahr 2003 erneut Raps auf der selben Fläche anbauen.
- zwei- bis fünfjährige Anbaupause für Ackerbohnen und/oder Erbsen (Körnerleguminosen)
- dreijährige Anbaupause für Öllein

Im Jahr 2000 hat die Fruchtfolgeüberprüfung anhand der Angaben in den Anträgen noch keine Konsequenzen für die Landwirte. Ab dem Antragsjahr 2001 können diese Hinweise jedoch zu einem Ausschluss der Flächen bei der Bewilligung führen, wenn die Antragsteller keine ausreichende Begründung für die ungewöhnlich enge Fruchtfolge liefern. Landwirte, die zur Ernte 2001 eine engere Fruchtfolge geplant haben, sollten sich daher schon heute darauf einstellen, dass sie der Bewilligungsstelle dazu eine entsprechende Auskunft geben können, um einen eventuellen Verlust der Prämien zu vermeiden. Die Begründung sollte jedoch den Zielen der Fördermaßnahmen nicht widersprechen, informiert das Ministerium weiter. (ED)
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