Agrartechnik

Flauer Markt für Ackerbaugeräte

Verkäufe von Geräten für die Bodenbearbeitung, die Aussaat und Düngung sowie für den Pflanzenschutz gehen derzeit in Europa im zweistelligen Prozentbereich zurück. Für 2016 erwartet die Branche einen weiteren Rückgang um etwa 11 Prozentpunkte, berichtet der Europäische Dachverband der Landmaschinenindustrie (Cema) in Brüssel. Bereits im vergangenen Jahr verringerte sich das Marktvolumen von Geräten für den Ackerbau in der Gemeinschaft nach vorläufigen Angaben um rund 14 Prozent auf etwa 3,1 Mrd. €.

Die gesunkenen Einnahmen in der Landwirtschaft wirken sich auf den Maschinenabsatz aus.
-- , Foto: Steffen Bach
Die gesunkenen Einnahmen in der Landwirtschaft wirken sich auf den Maschinenabsatz aus.
Europas führende Hersteller trafen sich Anfang März bei der Firma Horsch in Schwandorf, um die gegenwärtigen konjunkturellen Perspektiven und Zukunftserwartungen zu erörtern. „Niedrige Rohstoffpreise und die damit verbundenen verhältnismäßig niedrigen Einnahmen von Landwirten sind die Hauptgründe für die gesunkene Nachfrage", so Philip Nonnenmacher, Koordinator der drei Cema-Produktgruppen. Gleichwohl müsse berücksichtigt werden, dass der gegenwärtige Absatz in etwa auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen acht Jahre liege.

Die Nachfrage nach Pflanzenschutzspritzen, Düngerstreuern und Sämaschinen sank laut Cema 2015 weniger stark (minus 12 Prozent) als die Nachfrage nach Bodenbearbeitungsgeräten (minus 16 Prozent). Cema erwartet, dass sich dieser Trend 2016 umkehren wird: da sich der Markt für Bodenbearbeitungsgeräte bereits auf niedrigem Niveau eingependelt hat, wird hier nur ein geringfügiger weiterer Rückgang von 4 Prozent erwartet. Hingegen könnte die Nachfrage nach Pflanzenschutzspritzen, Düngerstreuern und Sämaschinen um weitere 19 Prozent zurückgehen.

Die Cema-Produktgruppen sind der Zusammenschluss der führenden europäischen Hersteller von Geräten im Ackerbau, zur Ernte von Grünfutter und Heu sowie Traktoren und Mähdrescher. (Sz)
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