Die globale Rezession und der schwache Baumaschinenmarkt haben dem US-Konzern sowohl im vierten Quartal als auch im gesamten Geschäftsjahr, das am 31. Oktober endete, ein Minus bei Umsatz und Gewinn eingebrockt. Um drei Prozent auf 6,52 Mrd. US-$ sanken die Umsatzerlöse im vierten Turnus, im ganzen Jahr sogar um 8 Prozent auf 26,64 Mrd. US-$. Der Gewinn brach noch stärker ein: Um knapp 19 Prozent auf 285,3 Mio. US-$ im vierten Quartal und um 21 Prozent auf 1,52 Mrd. US-$ im Gesamtjahr.

Unternehmenschef Samuel R. Allen betonte trotz der deutlich geschwächten Gewinnsituation, dass 2016 zu den zehn besten Jahren von John Deere gehöre. „Ein achtbarer Erfolg angesichts der Herausforderungen, denen wir auf den Märkten ausgesetzt sind“, so Allen.

Landmaschinen werden teurer

Weltweit verkaufte der US-Konzern, dessen Mähdrescher die Hälfte des Getreides der Welt ernten, fast 10 Prozent weniger Maschinen. Im Segment Landmaschinen profitierte der Gigant von höheren Preisen, auch wenn die Liefermengen zurückgingen. Auch günstigere Wechselkurse trugen dazu bei, dass John Deere operativ mit Landmaschinen mehr verdiente – sowohl im Schlussquartal als auch im gesamten Geschäftsjahr.

Kosten weiter reduzieren

Hinzu kommt, dass das Unternehmen strikt spart: „Gleichzeitig steigern wie die Produktivität weiter und vertrauen darauf, dass wir mit Kostenreduzierungsprogrammen die Ausgaben bis Ende 2018 um 500 Mio. US-$ reduzieren können“, stellte Allen in Aussicht. Bereits im vierten Quartal hat John Deere Mitarbeitern freiwillige Aufhebungsverträge angeboten. In der Summe belaufen sich die Ausgaben dafür vor Steuern auf 116 Mio. US-$.

Für 2017 recht Allen damit, dass die Umsätze mit Landmaschinen leicht sinken. Ein leichtes Plus stellt er indes für das Bau- und Forstmaschinengeschäft in Aussicht. (sp)
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