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Genusstaugliche Schlachtnebenprodukte sollten nach entsprechender Aufbereitung grundsätzlich wieder für die Futtermittelproduktion Verwendung finden dürfen, so der Verband Fleischmehlindustrie e.V., Bonn. Der Verband fordert eine klare Rohstofftrennung im Sinne des auf dem Tisch liegenden Vorschlages der EU.

Danach wären tierseuchenrechtlich bedenkliche Rohstoffe wie Tierkörper und Konfiskate thermisch zu verwerten. Das gilt insbesondere für BSE-positive Rinder und sogenanntes spezifiziertes Risikomaterial. Aus anderen Gründen tierseuchenrechtlich nicht einwandfreie Rohstoffe sollten aber noch als Düngemittel oder für technische Zwecke verwendbar bleiben. Es müsse nur sichergestellt werden, dass sie nicht in die Nahrungskette gelangen. Im Übrigen besteht nach Auffassung des Verbandes kein Grund, Schlachtnebenprodukte nicht nach entsprechender Aufbereitung für die Futtermittelproduktion zuzulassen. Es sei weder aus hygienischen, noch aus emotionalen Gesichtspunkten einsehbar, dass das, was der Mensch essen darf, nicht dem Tier verfüttert werden soll.

Die Mitglieder des Verbandes Fleischmehlindustrie e.V. definierten diese Rohstofftrennung als das Ziel ihrer zukünftigen Tätigkeit. Damit ist ein Stoffstrommanagement verbunden, das diese Trennung überzeugend dokumentieren muss. Dies sei im Rahmen bekannter Qualitätssicherungssysteme möglich. Die Unternehmen der Fleischmehlindustrie bereiten sich nach eigenen Angaben darauf vor, eine transparente Rohstofftrennung durchzuführen. Die Branche erwartet, dass die Verwendung von genusstauglichen Schlachtnebenprodukten für die Produktion von Fleischmehlen und tierischen Fetten mit Inkrafttreten des EU-Vorschlages zur Verwertung tierischer Nebenprodukte wieder möglich wird. Details der novellierten Zielsetzung der Branche sind unter der Internetadresse www.fleischmehlindustrie.de/a_presse.php tabellarisch dargestellt. (ED)
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