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"Die Zeiten, in denen Fleisch als anonyme Massenware verscherbelt wird, muss ein für alle Mal vorbei sein", forderte Steffen Flath, Landwirtschaftsminister von Sachsen, gestern vor dem Landtag in Dresden. Er warnte eindringlich davor, Rindfleisch mit Dumpingpreisen wieder auf den Markt zu drücken. Da es absurd sei, einerseits Landwirte mit staatlicher Hilfe über Wasser zu halten und andererseits Lebensmittel zu "Schleuderpreisen zu verramschen", forderte er ein Umdenken im Lebensmittelhandel. Der Schlüssel dazu liege in regionalen Qualitätsfleischprogrammen. Nur diese schafften Transparenz und Vertrauen. Allerdings müsse der Handel den Landwirten akzeptable Erzeugerpreise bieten, und die Verbraucher müssten bereit sein, entsprechend mehr für Fleisch zu zahlen. (ED)
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