1

Die deutsche Fleischwirtschaft blickt zweigeteilt auf das vergangene Geschäftsjahr 2004 zurück. Zwar verliefen die ersten Monate zufriedenstellend, doch der Nachfragesog durch die EU-Erweiterung sorgte für erhebliche Marktveränderungen, erklärt der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V., Bonn, in einer Mitteilung. Zwar seien die Schlachtzahlen bei Schweinen auf 46,9 (Vj. 45,3) Millionen.und bei Rindern auf 3,7 (3,6) Millionen Tiere angewachsen, durch die stark angewachsenen Exporte in die Beitrittsländer und nach Russland seien jedoch inbesondere Verarbeitungsteilstücke europaweit knapp geworden, was erhebliche Preissprünge nach sich gezogen habe. Auf Grund der gestiegenen Preise für Schlachtvieh habe auch die Schlachtwirtschaft unter Druck gestanden.

Zufrieden ist der Verband mit der Nachfrage der Verbraucher, die bei allen Fleischsorten weitgehend stabil geblieben ist. Diese Entwicklung dürfe jedoch nicht über das veränderte Kaufverhalten hinwegtäuschen, heißt es weiter. Der Anteil vorverpackter Wurst- und Fleischerzeugnisse sei von 57,8 Prozent 2003 auf 60,2 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Die Marktbedeutung der Discounter mit einem Marktanteil von derzeit 41 Prozent werde auch weiter zunehmen, prognostiziert der Verband. (ED)

stats