Fleischwirtschaft auf Exporte angewiesen

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Die deutschen Tierhalter und Fleischproduzenten sind auf einen funktionierenden Export angewiesen. Deswegen fordert der Verband der Fleischwirtschaft (VDF), Bonn, neue Formen der staatlichen Exportförderung. Wie eine Sprecherin des VDF gegenüber ernaehrungsdienst. de erklärte, habe sich 2008 der Fleischabsatz vor allem in Drittländer außerhalb der EU mit einem Zuwachs von 63 Prozent besonders dynamisch entwickelt. Dieser Erfolg sei in hohem Maße der bislang über den Absatzfonds finanzierten Exportförderung zu verdanken. Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium habe im Bereich der Veterinärangelegenheiten beigetragen, hebt der VDF als unterstützend hervor. Gerieten diese Aktivitäten ins Hintertreffen, würde die deutsche Veredlungswirtschaft zwangsläufig schrumpfen.

Es sei daher dringend notwendig, neue Formen der Exportförderung für die Fleischwirtschaft zu entwickeln. Sie könnten jedoch nicht ausschließlich durch die Unternehmen sowie die Landwirte finanziert werden. Für Messebeteiligungen beispielsweise sieht die Fleischwirtschaft auch den Staat in der Pflicht. Dies sei in anderen Ländern eine Selbstverständlichkeit. In den Zielmärkten soll nach Meinung des VDF die Fleischwirtschaft unter einem "gemeinsamen deutschen Dach" vertreten sein, um von den Wettbewerbern auch wahrgenommen zu werden. Ein schnelles Handeln sei geboten, da in Kürze bedeutende Messen in Hong Kong und China bevorstünden. Der VDF hatte mitgeteilt, bei der Gründung einer neuen Exportgesellschaft unter dem Arbeitstitel "German Meat" koordinierend tätig zu werden. (jst)

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