Flut an Änderungsanträgen im EU-Parlament


Zur künftigen EU-Agrarreform wollen die Europaabgeordneten unbedingt ihre Meinung einbringen. Für den EP-Agrarausschuss bedeutet dies eine Menge Arbeit.

Eine Flut von 6.682 Änderungsanträgen muss der EP-Agrarausschuss im Herbst bewältigen. Das erstmalig angewandte Mitentscheidungsverfahren bei der Ausgestaltung der Agrarreform führt zu einer Rekordzahl an Änderungsanträgen.

2.202 Anträge liegen dem Parlamentssekretariat zum Bericht über die Direktzahlungen vor, 1.830 sind es zum Bericht über die Reform der Marktordnung und 2.054 zur ländlichen Entwicklung.

Die Übersetzer müssen nun auf einen Teil ihres Sommerurlaubs verzichten und die Anträge in mindestens 15 verschiedene Sprachen übertragen. Ab September werden sich die Fraktionen über Kompromisse verständigen.

Sollte die Kompromissfindung schnell vorangehen, ist eine Abstimmung im EP-Agrarausschuss im November geplant. (Mö)  
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