EEG 2016

Förderung für Biomasse sinkt


Die EEG-Regeln
Das EEG schreibt vor, dass die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land sowie aus Biomasse ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Entscheidend hierfür ist der Zubau in einem vorangegangenen zwölfmonatigen Bezugszeitraum. Für Windenergie an Land existiert ein Zubaukorridor. Innerhalb dieser Spanne sinken die Vergütungssätze um 0,4 Prozent pro Quartal. Größer ist die Absenkung, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Bei Unterschreitung kann die Vergütung sogar ansteigen. Anders sind die Regeln für Biomasse. Hier gibt es nur eine jährliche Zubaugrenze, ab der die Förderung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 Prozent gekürzt wird. (db)
Die Bundesnetzagentur hat heute bekannt gegeben, dass die Förderung von Strom aus Windenergieanlagen an Land und von Biomasseanlagen zum 1. Januar 2016 gekürzt werden. Dann greifen die neuen Regeln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die sich für die beiden Energieträger unterscheiden (siehe Kasten). Bei Windenergie an Land erhalten die Betreiber 1,2 Prozent weniger, bei Biomasse 0,5 Prozent weniger.

Grund für die stärkere Kürzung der Windenergieförderung an Land ist ein noch florierender Zubau. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind im Bemessungszeitraum August 2014 bis Juli 2015 Windanlagen mit einer Leistung von etwa 3.666 Megawatt errichtet worden. Der gesetzliche Zubaukorridor beträgt 2.400 bis 2.600 Megawatt. Wegen der deutlichen Überschreitung kommt die Kürzung von 1,2 Prozent zum Tragen.

Anders ist die Situation bei Biomasse, wo zum 1. Januar 2016 lediglich die jährliche Basisdegression von 0,5 Prozent greift. Denn hier ist der Zubau gering. Die Netzagentur hat im Bemessungszeitraum August 2014 bis Juli 2015 neue Anlagen mit etwa 71 Megawatt ermittelt. Damit wird die Zubaugrenze von 100 Megawatt für Biomasse erst gar nicht erreicht. (db)
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