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Auf die erheblichen Auswirkungen des Fütterungsverbotes von Tiermehl und der BSE-Test-Verordnung auf die deutsche Fleischwirtschaft hat jetzt der Verband der Fleischwirtschaft (VDF), Bonn, in einer Pressemitteilung hingewiesen: Die Schlacht- und Zerlegekosten würden sich um bis zu 25 DM/Schwein und bis zu 100 DM/Rind erhöhen, da Erlösausfälle für nicht mehr verwertbare Schlachtnebenerzeugnisse sowie zusätzliche Entsorgungskosten anfallen. Lagerbestände von nicht getestetem Rindfleisch mit einem Wert von etwa 335 Mio. DM seien mit dem Einsetzen der Testpflicht faktisch entwertet worden. Außerdem müssten die Kosten für obligatorische Tests (zwischen 100 bis 300 DM/Tier) in den meisten Bundesländern von den Schlachtunternehmen bezahlt werden. Deutschlandweit würden regional sehr unterschiedliche Gebührensätze für die Tierkörperbeseitigung und die Veterinäruntersuchungen sowie unterschiedliche Verfügbarkeiten von BSE-Tests enorme Wettbewerbsverzerrungen herbeiführen.
Der Verband betont, dass viele Unternehmen der Fleischbranche den derzeitigen Zustand nicht mehr lange verkraften können. Als erforderliche Maßnahmen sieht er unter anderem den Ersatz des Verlustes, der durch die entwerteten Lagerbestände entstehe, sowie die Schaffung von bundeseinheitlichen und EU-einheitlichen Verhältnissen hinsichtlich der Vorschriften und der Finanzierung. (ED)
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