„Auf dem Weltmarkt gibt es derzeit ein Überangebot an Milchrohstoffen, weil die Milchproduzenten als Reaktion auf die sehr guten Preise vor 12 bis 18 Monaten weltweit die Produktion nach oben geschraubt haben“, sagte Fonterra-Chef John Wilson. Da die Wachstumsbedingungen in den meisten milchproduzierenden Regionen anhaltend gut gewesen seien, habe sich das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage noch weiter verschärft.

Auch für die Mitglieder der Genossenschaft wird eine weitere Absenkung ihrer monatlichen Prämie in Aussicht gestellt.

Zudem kündet Fonterra eine erste Schätzung des Milchpreises für die folgende Saison 2015/16 an. „Die Preise dürften sich erholen, Nachfrage und Angebot dürften wieder ausgeglichen werden“, sagte Wilson. Er schränkt jedoch ein: „So früh genau festzulegen, wann sich die Preise wieder erholen werden, ist schwierig“. Bei der Prognose hätte die Molkerei viele Faktoren berücksichtigt, unter anderem die Prognosen für die globale Milchproduktion, die Konjunkturaussichten der größten milchimportierenden Länder, die derzeitigen Lagerbestände und geopolitische Geschehnisse. (mas)
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