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Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra erzielt trotz volatilem Markt, gestiegenen Kosten und hohen Währungsschwankungen im Geschäftsjahr 2007/08 ein Rekordergebnis. Im abgelaufenen Finanzjahr, das das Unternehmen erstmalig zum 31. Juli anstatt zum 31. Mai ausweist, berichtet Fonterra vom höchsten inflationsbereinigten Milchauszahlungspreis seit 43 Jahren, der an die rund 10.700 Mitglieder der Genossenschaft ausgezahlt worden ist. Auch der Konzernumsatz lag während der 14-monatigen Periode mit rund 10,7 Mrd. US-$ auf Rekordniveau, berichtet LZ-Net weiter. Das entspricht in etwa einem Jahresumsatz von 9,4 Mrd. US-$. Insgesamt haben die Neuseeländer 9 Mrd. US-$ an ihre Farmer ausgezahlt. Für den Aufwind beim Milchauszahlungspreis ist laut Fonterra vor allem das Auslandsgeschäft verantwortlich.

Mittlerweile sieht die Welt jedoch wieder anders aus: Die allgemeine Finanzkrise und die Volatilität auf den Weltmärkten haben auch die internationalen Milchpreise zum Abstürzen gebracht. So konnte Fonterra im abgelaufenen Geschäftsjahr noch durchschnittlich 4.350 US-$/t Milchprodukte erzielen, aktuell sind es nur rund 2.600 US-$/t. Im Geschäftsbereich Basisprodukte und Ingredenzien gingen die Erlöse von 918 Mio. US-$ auf 367 Mio. US-$ zurück. "Das Jahr 2007/08 hat den Markt fundamental verändert, Volatilität wird mittelfristig auf dem Weltmarkt eher die Regel als die Ausnahme sein", erklärte CEO Andrew Ferrier. Für 2008/09 hat Fonterra den bereits noch im September in Aussicht gestellten Milchauszahlungspreis nach unten revidiert. (ED)

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