Die DekaBank baut ihre Investmentfonds um. Betroffen sind alle Fonds, die auch die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen abbilden. Die DekaBank in Frankfurt am Main ist die Fondsgesellschaft der Sparkassen. Im Angebot befindet sich seit 2006 auch ein Fonds Deka-Commodities, der auf Rohstoffen wie Energie, Industrie- und Edelmetallen sowie Agrarerzeugnissen beruht. Dieser Fonds wird bis Jahresende so umgebaut, dass er keine Preisentwicklungen von Grundnahrungsmitteln mehr abbildet, kündigen Sprecher der Bank in einem Brief an die Organisation Foodwatch an. Im März hatte bereits die Deutsche Bank berichtet, dass sie keine neuen Finanzinstrumente mehr anbietet, die auf Agrarrohstoffen basieren.

Im Oktober 2011 hatte Foodwatch unter anderem die Deutsche Bank beschuldigt, mitschuldig am Hunger in der Welt zu sein. Seither fordert die Organisation alle führenden deutschen Finanzinstitute auf, keine Erzeugnisse anzubieten, die eine Spekulation auf Agrarpreise enthalten. „Angesichts aller Hinweise auf die Schädlichkeit ihrer Nahrungsmittel-Wetten sollten sie von diesen Anlagen Abstand nehmen, solange sie deren Unschädlichkeit nicht beweisen können", argumentiert Foodwatch. (az)
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