Quartalsbericht

ForFarmers spürt den Brexit

Beim niederländische Mischfutterproduzent ForFarmers machen sich die Folgen des Brexits in der Bilanz für das erste Quartal bemerkbar. In Großbritannien habe sich die Produktion im Vergleich zum Vorjahr verringert, teilte der niederländische Konzern mit. Konkrete Zahlen veröffentlichte ForFarmers nicht, nannte aber Gründe für das Minus.

So seien die britischen Landwirte verunsichert über die finanziellen Konsequenzen des Brexits und würden deshalb weniger in die Ausweitung der Produktion investieren. Zudem hätten die niedrigen Milchpreise im Jahr 2016 zu einer Abstockung der Rinderherde geführt. Der Milchpreis habe sich nun wieder erholt, eine erneute Aufstockung dauere aber länger als erwartet. Bei den Schweinen scheint der Abbau der Bestände vorerst gestoppt, eine Trendwende sieht ForFarmers aber noch nicht. Auch beim Gewinn musste ForFarmers in Großbritannien Federn lassen. Hauptgrund dafür sei die Abwertung des Britischen Pfunds.

ForFarmers produziert außerdem in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Dank höherer Absatzmengen in diesen Ländern habe sich das Gesamtvolumen im Konzern erhöht. Der Umsatz sei wegen höherer Rohstoffpreise, die an die Kunden weitergegeben wurden, gestiegen. Positiv ausgewirkt habe sich zudem die Übernahme von Vleuten-Steijn. Mit einer Produktion von jährlich mehr als 9 Mio. t Mischfutter ist ForFarmers nach eigenen Angaben Marktführer in Europa. (SB)
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