Dem vor allem in Asien verbreiteten Eisenmangel könnte mit einer neuen Reissorte begegnet werden. Reis mit einem höheren Gehalt an Eisen haben Schweizer Wissenschaftler an der ETH in Zürich entwickelt. Der Reis wurde gentechnisch derart verändert, dass die Pflanze mehr Eisen aus dem Boden aufnehmen und im Reiskorn anreichern kann, berichtet der Schweizer Bauer. Der Eisengehalt im geschälten Reiskorn ist damit um das 6-fache höher. Eisen wird normalerweise auch in der Hülle eingelagert. Da jedoch ungeschälter Reis im tropischen Klima ranzig wird, muss er zur Lagerung geschält werden. Das wertvolle Spurenelement geht so verloren. Gelänge es den Forschern, den Gehalt um das 12-fache zu steigern, würde bereits eine Reismahlzeit am Tag ausreichen, um den täglichen Bedarf eines Menschen zu decken. Der gentechnisch veränderte (GV-)Reis wird nun in Feldversuchen getestet. (AW)
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