Ein europäisches Forschungsprojekt befasst sich mit dem Nebeneinander von ökologischen, konventionellen und gentechnisch veränderten Agrarprodukten. Aus Deutschland sind drei Institute beteiligt. Die Wissenschaftler untersuchen die Rahmenbedingungen für Anbau, Transport und Vermarktung in den einzelnen Ländern und ermitteln deren Kosten für Landwirte, Händler und Konsumenten. Die EU fördert das von der Technischen Universität München (TUM) koordinierte Forschungsprojekt mit rund 4 Mio. €. Nach Informationen der TUM werden insbesondere für die Koexistenz Regeln von den einzelnen Mitgliedstaaten festgelegt: Sie schreiben spezifische Genehmigungsverfahren vor, fordern Mindestabstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik oder setzen Trennungsmaßnahmen bei Transport und Lagerung voraus.

Jetzt will ein Konsortium aus 14 Universitäten, Behörden und Unternehmen die Koexistenzmaßnahmen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten vergleichen. Als Fallbeispiele dienen der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Portugal, Rumänien, Spanien und Tschechien. Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt. Neben der TUM sind aus Deutschland das Julius-Kühn-Institut für Kulturpflanzen sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beteiligt. (az)
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