Die Bundesregierung investiert umfangreich in die Forschung für eine wassereffiziente Landwirtschaft. Mit steigenden Kosten für Wasser lohnen sich Investitionen sparsame Technik. Mit 60 Mio. € fördert das Bundesagrarministerium (BMELV) 60 Projekte der Züchtungsforschung an trockentoleranten Pflanzen, berichtete Dr. Bernhard Polten, Ministerialrat im BMELV bei der KTBL-Tagung zum Wassermanagement am Mittwoch in Hannover. In Deutschland werden bereits 250 Mio. ha, also 17 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche, beregnet.

Technische Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung seien bereits bekannt: Die Über-Kopf-Beregnung komme nur auf 60 Prozent Wassereffizienz, die Unter-Fuß-Beregnung aber auf 95 Prozent. Ebenso sei es erwiesen, dass die Düngung den Wasserbedarf der Pflanze erhöhe. Eine gründlichere Abwägung der Düngung nach Niederschlagserwartung hält er für denkbar. Andererseits trage die Beregnung auch zum Grundwasserschutz bei, schilderte Polten: Indem Nährstoffe für Pflanzen in der Wachstumsphase verfügbar gemacht werden, entfällt die Auswaschung außerhalb der Vegetationszeit im Herbst und Winter. (brs)
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