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Die Binnenschifffahrt schließt das extreme Jahr 2003 mit hohen Frachtraten ab. Besonders die letzten Verladungen vor den Weihnachtsfeiertagen kosteten richtig Geld, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die Schiffe mussten mit Aufgeldern von 6,- EUR/t und mehr ins Binnenland gelockt werden, um noch Getreide und Ölsaaten auf den Weg Richtung Rhein und Rotterdam zu verbringen.

Die Aussichten auf einen regen Umschlag in den ersten Wochen des neuen Jahres werden in der Agrarbranche für das norddeutsche Kanalsystem positiv gesehen. Hier wartet noch ein beachtliches Ladungsaufkommen auf die Verschiffung gen Rotterdam und Antwerpen, so dass sich die Frachtraten zwar etwas, aber nicht drastisch nach unten bewegen werden. Anders wird die Lage in Süd- und Südwestdeutschland eingeschätzt. Durch die schlechte Ernte fehlt die Menge, die zu verladen wäre. Hier dürften sich die Frachtkosten - zumindest im Talverkehr - doch um einiges nach unten entwickeln. (cd)

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