Frachtkosten entscheiden


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Getreideexporteure in Osteuropa orientieren sich in Richtung Südwesten. Getreide aus der Ukraine und Rumänien ist nicht unbedingt für Westeuropa bestimmt. Hier machten die hohen Frachtkosten einen Strich durch die Rechnung, erläuterte Alfons Mosel, Geschäftsführer der Almos Alfons Mosel GmbH & Co. Handels-KG, Nittendorf, auf dem Getreidehandelstag in Warberg. Für den Transport von Rumänien nach Ostdeutschland veranschlagt Getreidehändler Mosel 50,00 bis 65,00 €/t, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute. Solch hohe Logistikkosten rechneten sich auch bei den derzeit hohen Getreidepreisen nicht.

Immer attraktiver werden dagegen für die Ukraine und Rumänien Abnehmerländer entlang der Schwarzmeerküste oder Griechenland. Gute Lieferbeziehungen haben osteuropäische Handelshäuser nach Süd- und Südwesteuropa aufgebaut. Auch eine Verschiffung des Getreides durch den Suezkanal nach Saudi-Arabien sei denkbar. (da)

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