Die Hildebrandmühle Frankfurt ist wieder betriebsbereit.
-- , Foto: da/az
Die Hildebrandmühle Frankfurt ist wieder betriebsbereit.

Die moderne Anlage verarbeitet rund 130.000 t Weizen und Roggen im Jahr. Ein voll automatisches Mühlensystem bringt eine Leistung von 400 t täglich an 340 Tagen und ersetzt die alte Mühle im Frankfurter Osthafen vollständig.

Die Roggenmühle am gleichen Standort wurde bereits im Jahr 2005 saniert. Rund 10 Mio. € hat die VK Mühlen AG, Hamburg, in den Standort für die kommenden 40 Jahre investiert, der vor noch vor gut einem Jahr auf der Kippe stand, geschlossen zu werden.

Die Kompaktanlage erfüllt alle Standards der Lebensmittelsicherheit. Dieses Leistungsversprechen will Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der VK Mühlen AG, auch an den übrigen sieben Betriebsstätten der Gruppe erfüllen.

Als nächstes stehe nun die Mühle Quirin in Völklingen mit einer Kapazität von 40.000 t Getreide auf dem Prüfstand. „Das soll nicht heißen, dass wir Völklingen schließen wollen“, so Kempkes gegenüber agrarzeitung.de. Doch zeigt das Beispiel Frankfurt, dass sich ein gründlicher Prüfprozess mit allen Beteiligten vor einer Standortentscheidung lohnt.

Harter Wettbewerb

So hat sich die Stadt Frankfurt frühzeitig in die Verhandlungen um den Standort im Osthafen eingeschaltet. „Frankfurt besteht nicht nur aus Banken“, sagte Stadtrat Markus Frank vor der Presse. „Wir haben uns für den Erhalt der Mühle eingesetzt und zugesichert, dass der Osthafen ein Industrie- und Gewerbegebiet bleibt“, so Frank.

„Überkapazitäten und ein harter Wetterwerb kennzeichnen die Mühlenwirtschaft in Deutschland“, führte Kempkes weiter aus. „Wir sind in guter Gesellschaft, denn allen Mühlen in Deutschland geht es schlecht.“ Mit Blick auf die neue Ernte bemerkte Kempkes, dass rückläufige Getreidekurse gleichzeitig sinkende Mehlpreise bedeuten.

Voll des Lobes ist der Manager über den neuen Großaktionär der VK Mühlen. Am Mittwoch gab die Goodmills Group GmbH, ein Tochterunternehmen der Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs (LLI) AG, Wien, bekannt, seinen Anteil an VK Mühlen von 54 auf 91 Prozent aufzustocken. Goodmills kenne sich, so Kempkes, im Mühlengeschäft bestens aus. (da/bhe)
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