Frankreich fordert Warnung vor Tiermehl


In Frankreich mehren sich die Proteste gegen die Verfütterung von Tiermehl. Die französische Umweltministerin fordert Warnungen für den Verbraucher.

Die französische Umweltministerin Delphine Batho zieht Parallelen zwischen dem Pferdefleischskandal und Tiermehl in der Aquakultur. Es sei die gleiche absurde Finanzlogik, die hinter dem Einsatz stehe, betonte die Ministerin am Sonntag im französischen Fernsehen.

Um den Verbraucher zu schützen, forderte sie ein Label „Ohne Einsatz von Tiermehl" für Fische. In der EU ist die Verfütterung von Tiermehl aus Schlachtabfällen von Geflügel und Schweinen an Fische ab Juni erlaubt. Ein Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg wies am Montag in Brüssel darauf hin, dass bestimmte Fischarten Fleischfresser seien.

Nach dem Ende der BSE-Krise, die durch den Einsatz von Tiermehl im Futter der Wiederkäuer entstanden war, könne der vorsichtige Einstieg in die Verfütterung von Tiermehl dazu beitragen, von Sojaimporten unabhängiger zu werden. Eine Negativkennzeichnung mit dem Hinweis „Ohne Tiermehl" lehnt der Sprecher ab. (Mö)
stats