Frankreich hält am Beef-Embargo fest

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Die französische Regierung hat EU-Kommissar David Byrne bis Donnerstag Mittag noch nicht offiziell mitgeteilt, dass sie das Importverbot für britisches Rindfleisch aufrecht erhalten wolle. Nach tagelangen Verhandlungen mit den Franzosen und einigen Klarstellungen habe Byrne nicht mehr damit gerechnet, dass sich das Land weiterhin gegen EU-Recht stellen werde. Am Montag dieser Woche hatte die französische Lebensmittelbehörde AFSSA eine mehrdeutige Stellungnahme abgegeben, die es der französischen Regierung offen ließ, das Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch wieder zuzulassen. Frankreich hatte sich aber am Mittwoch Abend entschieden, das Embargo bestehen zu lassen. Unter anderem fordern die Franzosen EU-weite Regeln für die Kennzeichnung von britischem Rindfleisch und für BSE-Tests. Die EU-Kommission wird voraussichtlich kommende Woche den zweiten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Frankreich einleiten. (Mö)
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