Frankreich holt mit Weizen auf


Die Perspektiven für die Vermarktung von französischem Weichweizen sind zu Jahresbeginn optimistisch. Mit Verkäufen nach Ägypten hat Frankreich jetzt die Nase vorn. Als regelrechtes „Doping" beschreibt das Agraramt France Agri Mer in Paris die Wirkung des schwachen Eurokurses. Er führt zu höheren Drittlandsexporten als bisher erwartet. Die französischen Exporteure waren schwach in die Saison 2011/12 gestartet, haben aber seit Dezember an Tempo zugelegt. Bis zum Jahresende sind nach Angaben von France Agri Mer 5,2 Mio. t Weichweizen in Drittländer verkauft worden. Das meiste davon ist nach Algerien, Marokko und Südafrika gegangen.

Nachdem Frankreich sich im Dezember erstmals in Ägypten gegen die Konkurrenz von Schwarzmeerweizen durchsetzen konnte, laufen auch die Exporte dorthin. Allein in der Vorwoche hat Frankreich nach Angaben der staatlichen Einkaufsagentur GASC in Kairo in zwei Ausschreibungen bis Freitag insgesamt 240.000 t Weizen platziert und Russland als bisher führenden Anbieter auf Platz 2 verdrängt.

Für die gesamte Saison 2011/12 erwartet France Agri Mer französische Drittlandexporte von Weichweizen im Umfang von 8,7 Mio. t. Das ist zwar bei Weitem nicht das hohe Niveau des Vorjahres von 11,8 Mio. t, doch immerhin nicht mehr so weit entfernt vom Ergebnis 2009/10, das Frankreich Drittlandsexporte von 9,8 Mio. t Weichweizen gebracht hatte. (db)
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