Frankreich liefert an russische Weizenkunden

Frankreich erwartet 2010/11 lebhafte Exporte von Weichweizen. Vor allem die Verkäufe von Mahlweizen für Drittländer könnten gegenüber dem Vorjahr zulegen. Ein Exportziel von 11,0 Mio. t Weichweizen nennt das französische Agraramt France Agri Mer für das Drittlandsgeschäft in dieser Saison. Das wäre etwas mehr als 2009/10. Dagegen könnten die Lieferungen in andere EU-Länder 2010/11 mit 6,8 Mio. t etwas kleiner ausfallen als im Vorjahr.

In Drittländern profitiert Frankreich vom fehlenden Angebot aus Russland sowie von der hohen Qualität der eigenen Ernte. France Agri Mer berichtet aktuell von Abschlüssen für französischen Weizen mit Abnehmern im Libanon, in Jordanien und in Ägypten. Vor allem im Ägyptengeschäft hatte Russland in den Vorjahren hohe Marktanteile erreicht. Jetzt stoßen die Franzosen in die Lücke, die nach dem russischen Exportverbot für Getreide entstanden ist.

Bereits die Saison 2009/10 hatte Frankreich ein Rekordjahr für den Export von Weichweizen beschert. Mit insgesamt fast 18,0 Mio. t war die ebenfalls schon erfolgreiche Saison 2008/09 um etwa 0,5 Mio. t übertroffen worden. (db)
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