Frankreich senkt Rapsschätzung


Niedrige Erträge lassen die Aussichten für die französische Rapsernte schrumpfen. Auch in der EU trüben sich die Aussichten ein. Auf 4,55 Mio. t schätzt das französische Statistikamt Agreste in seiner Juli-Schätzung die Rapsernte 2010. Den Rapsertrag erwarten die Franzosen mit 3,1 t/ha. Vor einem Monat hatten sie noch 3,2 t/ha vorausgesagt. Beide Werte liegen deutlich unter dem hohen Ertrag des Vorjahres von 3,8 t/ha. Zusammen mit einer etwas eingeschränkten Anbaufläche wird die französische Rapsernte 2010 aus heutiger Sicht um 19 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen.

In bisherigen Schätzungen zur EU-Rapsernte 2010 war für Frankreich eine Erntemenge zwischen 4,8 und 5,0 Mio. t eingerechnet. Da sich auch in anderen EU-Ländern die Aussichten eintrüben, wackelt die bisherige Prognose für eine EU-Rapsernte von mehr als 20 Mio. t. Marktbeteiligte diskutieren in dieser Woche über eine Zahl von eher 19 Mio. t. Das wäre etwa so viel wie zur Ernte 2008. Vor einem Jahr sind in der EU dagegen mehr als 21 Mio. t geerntet worden. (db)
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