Frankreich bilanziert für die beendete Saison 2009/10 ein Rekordjahr für den Export von Weichweizen. Zum Start des neuen Wirtschaftsjahres verfügt das Land lediglich über höhere Vorräte von Gerste. Mit Exporten von fast 18,0 Mio. t Weichweizen ist das bisherige Rekordjahr 2008/09 um etwa 0,5 Mio. t übertroffen, berichtet das französische Agraramt France Agri Mer in dieser Woche. Sowohl der Absatz in Drittländer als auch in andere EU-Länder haben zugelegt. Damit ist Frankreich mit wesentlich geringeren Weizenbeständen in das aktuelle Wirtschaftsjahr gestartet als im Vorjahr. France Agri Mer schätzt die Vorräte auf weniger als 2,7 Mio. t und damit etwa 14 Prozent kleiner als im Jul 2009.

Für Gerste haben sich die französischen Endbestände gegenüber dem Vorjahr dagegen mehr als verdoppelt. Von den rund 3,5 Mio. t Gerste liegen etwa 1,1 Mio. t in der Intervention. Eher gering sind dagegen die Maisvorräte, die das Agraramt zum Wechsel der Wirtschaftsjahre auf rund 2,2 Mio. t schätzt.

Zur Ernte 2010 bestätigt France Agri Mer die Zahlen der französischen Agrarstatistik, die vor einer Woche veröffentlicht worden sind. Frankreich erwartet 3 Prozent weniger Weichweizen und 20 Prozent weniger Gerste als im Vorjahr. Für Mais existieren noch keine Prognosen. (db)
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