Frankreich und Deutschland exportieren Weizen


Die globalen Warenströme befinden sich zwei Monate nach Beginn des neuen Vermarktungsjahres 2009/10 in der Orientierungsphase. Für EU-Getreide bestehen durchaus Exportchancen. Weltweit ist die Getreideernte sehr unterschiedlich ausgefallen. Die EU-Kommission gab am gestrigen Donnerstag im Verwaltungsausschuss einen Überblick. Russland und die Ukraine werden in dieser Saison weniger Getreide exportieren können als im Vorjahr. In Argentinien bestellen die Farmer nur einen Bruchteil der Anbauflächen mit Weizen, weil es so trocken ist. Indien beklagt zu wenig Niederschläge während der Monsunsaison, sodass hier mit Ernteeinbußen und damit einem höheren Importbedarf zu rechnen ist. Auch in einigen Regionen Chinas herrscht Wassermangel. Die EU-Kommission erwartet eine Verlagerung der Handelsströme in den kommenden Monaten. Die EU wird mit einem geschätzten Exportvolumen von 19 Mio. t Weizen für 2009/10 mit von der Partie sein.  

Knapp zwei Monate seit Beginn der neuen Vermarktungssaison 2009/10 weist die EU einen Nettoexport von rund 1,5 Mio. t Getreide aus. Insgesamt betragen die Ausfuhrlizenzen 3,2 Mio. t Getreide. Damit wird die Vorjahresmenge um rund 400.000 t unterschritten. Der Import von Getreide ist mit 1,7 Mio. t zu vernachlässigen.

Bei den Wochenziehungen im August teilten vornehmlich Deutschland, Frankreich, Rumänien und die Niederlande die Exportlizenzen unter sich auf. Der Löwenanteil fiel mit knapp 600.000 t Weizen auf Frankreich. Deutschland exportierte in den ersten drei Augustwochen knapp 400.000 t Weizen.  Die Sommerpause ist in Brüssel beendet. Ab 10. September tagt der Verwaltungsausschuss wieder im Rhythmus von zwei Wochen. (da)
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