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Angesichts einer regen Getreidenachfrage hat das französische Getreideamt Onic die Bestände zum Kampagneende noch einmal nach unten korrigiert. Erwartet wird, dass die Endbestände in Frankreich 1,8 Mio. t Weichweizen, ebenfalls 1,8 Mio. t Mais und 1 Mio. t Gerste nicht übersteigen werden. Dabei fallen die Ablieferungen etwas höher aus, als noch im Mai vermutet.Nachdem die Preise in den vergangenen Wochen zurückgegangen sind, ist französisches Getreide zum Ende der Kampagne attraktiv geworden, stellt die Onic in ihrer jüngsten Schätzung vom Mittwoch fest. Vor diesem Hintergrund gab es für Weichweizen im Mai noch gute Verkäufe. Die Lieferungen in die EU sind jetzt auf 8,8 Mio. t nach oben korrigiert worden, ein Plus von 400.000 t gegenüber dem Vormonat. Aber auch in den Maghreb-Staaten stellt die Onic ein starkes Interesse an europäischer Ware fest, nachdem die Preise stark nachgegeben haben. Die Exporte von Weichweizen in Drittländer werden mit 4,2 Mio. t um 250.000 t höher veranschlagt als in der Mai-Schätzung.

Auch auf dem Markt für Gerste stellt die Onic eine "dynamische Verkaufstätigkeit" in Europa fest. Dies hat dazu geführt, dass die Lieferungen in die EU-Staaten um 400.000 t auf insgesamt 3,7 Mio. t heraufgesetzt wurden. Demgegenüber sei die Nachfrage auf den Drittlandsmärkten nur schwach. Dies gelte auch für die Maghreb-Staaten, die die wichtigsten Kunden für französische Gerste sind. In ihrer Juni-Schätzung hat die Onic die Ablieferungen von Mais auf 10,9 Mio. t gegenüber Mai um 75.000 t heraufgesetzt. Zur Verfügung standen einschließlich Beständen und Importen 13,6 Mio. t, von denen rund 5,5 Mio. t in die EU verkauft werden. (JF)

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