Frankreich will Rindermäster unterstützen

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Frankreich will seinen Rindermästern mit einer Zahlung von etwa 400 DM pro Bulle und höchstens 30.000 DM pro Betrieb helfen. Ein nationales Krisenprogramm wegen BSE sei am Donnerstag in Brüssel vorgelegt worden, erklärte ein EU-Kommissionssprecher. EU-Agrarkommissar Franz Fischler habe den Franzosen eine rasche Prüfung zugesagt, um die ansonsten üblichen zwei Monate möglichst zu unterschreiten. Auch verschiedene deutsche Bundesländer verhandeln mit der Kommission über Hilfsprogramme für Rindermäster oder haben dies zumindest demnächst vor. Nach dem EU-Recht können in Krisensituationen die EU-Mitgliedstaaten den Betroffenen direkt Geld zahlen oder mit Bürgschaften deren Liquidität verbessern. Die einmaligen Hilfsmaßnahmen müssen zeitlich begrenzt sein und dürfen nur einen Teil des nachzuweisenden Schadens abdecken. Die Kommission achtet streng darauf, dass die Wettbewerber auf dem europäischen Binnenmarkt nicht durch nationale Hilfen in anderen Ländern einen Nachteil erleiden. (Mö)
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