Frankreich räumt seine Läger mit Weichweizen über den Export. Die kommende Getreideernte leidet unter Wassermangel. Die Exporterfolge mit französischem Weichweizen halten an. Zum Ende der Saison 2009/10 könnten sie mit 17,4 Mio. t die Rekordmege aus dem vergangnen Jahr erreichen, schätzt das französische Agraramt France Agri Mer in seinem Junibericht von dieser Woche. Vor allem innerhalb der EU verkauft sich französischer Weichweizen derzeit gut. Mit 6,9 Mio. t  könnten die Ausfuhren innerhalb der EU die Vorjahresmenge sogar um 2 Prozent überflügeln. Der Export in Drittländer entwickelt sich auf hohem Niveau wie bereits im Mai vorausgesagt. Auch im Juni schätzt France Agri Mer die Ausfuhren an Weichweizen in Drittstaaten auf 9,5 Mio. t. Zielländer sind vor allem Algerien, Ägypthen, Marocco und Jemen. Die Endbestände an Weichweizen prognostiziert France Agri Mer das zweite Mal in Folge nur noch auf 2,7 Mio. t und damit um mehr als 300.000 t geringer als 2008/09.

Die kommende Getreideernte wird in Frankreich wohl geringer ausfallen als im vorigen Jahr. Die möglichen Erträge könnten bei allen Getreidearten schon jetzt niedriger veranschlagt werden als 2009, schreibt France Agri Mer. Und das obwohl der Gesundheitszustand der Pflanzen gut sei. Allerdings litten die Kulturen derzeit unter Wassermangel und die Ährendichte sei gering. (sta)
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