Die Schwäche der Gemeinschaftswährung macht Exporte von Weichweizen aus Frankreich wettbewerbsfähiger. Der Absatz in Nordafrika ist besser als noch im Januar erwartet. Das französische Agraramt France Agri Mer berichtet in dieser Woche, dass Frankreich 2009/10 möglicherweise 8,6 Mio. t Weichweizen in Drittländer verkaufen kann. Vor allem Algerien und Marokko, aber auch die Elfenbeinküste, Kamerun und Nigeria haben Bedarf. Hier begünstigt laut Agri Mer das fehlende Angebot aus Argentinien. Die Lieferungen in andere EU-Länder laufen dagegen weniger gut. Aus dem Benelux-Raum wird nicht mehr so viel Weichweizen nachgefragt, stellt das Agraramt fest. Insgesamt erwartet France Agri Mer im laufenden Wirtschaftsjahr französische Exporte von 13,8 Mio. t. Im Vorjahr hatte Frankreich eine Rekordmenge von knapp 16,5 Mio. t Weichweizen exportiert.

Unverändert geht das  Agraramt davon aus, dass die französischen Endbestände an Weichweizen 2009/10 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 3,9 Mio. t wachsen. Das wären fast 0,9 Mio. t mehr als im Juli 2009. (db)
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