Französische Feldbestände brauchen Regen


Weichweizen hat sich in Frankreich sehr heterogen entwickelt. Frost und Trockenheit haben regional Spuren hinterlassen. Die Maisaussaat ist in vollem Gange. Erstmals hat das Agraramt France AgriMer am Freitag Bonituren für die wichtigsten Getreidearten veröffentlicht. Künftig sind wöchentliche Berichte vorgesehen. Aktuell werden landesweit lediglich 62 Prozent des im Herbst gesäten Weichweizens als gut oder sehr gut in der Entwicklung eingestuft. Im Vorjahr hatte dieser Anteil 75 Prozent betragen. Dagegen weist das französische Agraramt zurzeit für 12 Prozent einen schlechten oder sehr schlechten Zustand aus. Im Vorjahr waren es nur 3 Prozent des Weichweizens gewesen. France AgriMer weist daraufhin, dass insbesondere im Osten Frankreichs nach Frostschäden zahlreiche Weizenflächen umgebrochen worden sind. Regional hat Trockenheit den Beständen zugesetzt.

Wintergerste hinterlässt in Frankreich einen noch schwächeren Eindruck als Winterweichweizen. Den nicht erfrorenen Beständen macht oft Trockenheit stärker zu schaffen. Außerdem berichtet France AgriMer von Befall mit dem Gerstengelbmosaikvirus und dem Gelbverzwergungsvirus. Die Sommergerste ist in Frankreich überwiegend gesät, zeigt der wöchentliche Bericht weiter. Sie entwickelt sich langsamer als im Vorjahr. Die Maisaussaat war in Frankreich bis Mitte voriger Woche zu etwa einem Viertel der geplanten Fläche vorangeschritten. (db)
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