Französische Landwirte setzen auf Weizen und Raps


In Frankreich wächst mehr Winterweizen als im Vorjahr. Die Rapsfläche ist wesentlich größer. Der Anbau von Wintergerste erholt sich leicht. Das Statistikamt Agreste in Paris hat seine Anbauschätzungen Anfang Februar aktualisiert und geht jetzt davon aus, dass zur Ernte 2012 die Flächen für Winterweichweizen und Winterraps fast die bisherigen Rekordmarken erreichen könnten. Für Winterweichweizen rechnet Agreste mit einem Anbau auf fast 5,1 Mio. ha. Gegenüber dem Vorjahr wären dies 1,1 Prozent mehr und gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt sogar ein Anstieg um 3,3 Prozent. Die bisher höchste Fläche zum Erntejahr 2009 wäre fast wieder erreicht.

Wesentlich größer als noch Ende 2011 schätzt Agreste die Zunahme des Anbaus von Winterraps. Das Amt geht jetzt von einer Ausdehnung um 2,5 Prozent gegenüber Vorjahr und 5,7 Prozent gegenüber dem Fünfjahresmittel aus. Zur Ernte 2012 prognostiziert Agreste eine Fläche von fast 1,6 Mio. ha. Sie wäre um einiges größer als der deutsche Anbau, der zur Ernte 2012 auf reichlich 1,3 Mio. ha geschätzt wird. Damit bleibt Frankreich auch in diesem Jahr wahrscheinlich größtes Erzeugungsland der EU.

Eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr erwartet das Statistikamt für den Wintergerstenanbau. Die Fläche von knapp 1,1 Mio. ha zur Ernte 2012 verfehlt jedoch den Fünfjahresdurchschnitt um 9 Prozent. (db)
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